Pumpstation in Rheinberg

Orsoy-Land, 47495 Rheinberg

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denkmalgeschütztes Objekt

1928–1929

Moderne

Rudolf Kuckelmann
(Architekt)

Kreis Moers

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Pumpstation in Rheinberg

Technische Zweckbauten wie Transformatorenhäuser, Stellwerke oder Pumpstationen, für die kein bestimmter Bautyp etabliert war, stellten ein willkommenes Versuchsfeld der Moderne dar. Dies zeigt ein Blick auf andere in den 1920er Jahren entstandene Pumpwerke, etwa jene von Alfred Fischer in Duisburg (Alte Emscher, Schwelgern und Schmidthorst). Bei dem Pumpenhaus in Rheinberg, das 1928 bis 1929 für das Kreiswasserwerk Moers entstand, ragt hinter einem eingeschossigen, in der Höhe abgestuften, flach gedeckten und weiß verputzten Kubus im Nordosten ein verklinkertes Bauwerk empor, das im Norden gerade und im Süden halbrund geschlossen ist. In ersterem befinden sich die Pumpstation und ein technischer Nebenraum, während es sich bei dem backsteinsichtigen Bau um ein Transformatorenhaus handelt. Seine Funktion ist dem Komplex jedoch nicht anzusehen. Der verputzte Teil wirkt wie ein Wohnhaus im Stil des Neuen Bauens. Unregelmäßig angeordnete, teils übereck geführte Fenster mit Klinkereinfassung (heute teils mit Glasbausteinen zugesetzt) strukturieren die Fassade. Die Hausform wurde in den 1920er Jahren auch andernorts gern für kleinere Pumpwerke gewählt, so in Dortmund-Huckarde oder Rheinkamp-Mitte (Moers).

Der Zugang zur Pumpstation liegt am Ende einer bogenförmigen Zufahrt und wird über eine kleine Treppenanlage erschlossen, denn die Station liegt zum Schutz vor Hochwasser auf einer künstlich aufgeschütteten Anhöhe – wie die Motte einer Wasserburg. Womöglich hat dies die Fantasie des Architekten Rudolf Kuckelmann beflügelt, denn das Transformatorenhaus steht mit seiner Fassade aus plastisch hervortretenden, rustizierenden Schmolzklinkern in einem deutlichen Gegensatz zum glatt verputzten Pumpenhaus: Es wirkt wie der Stumpf eines massigen Burgturms. Die kontrastierende Gegenüberstellung von modernistischen und wehrhaft-burgartigen Elementen hatte Kuckelmann schon beim Bau der (nicht mehr existierenden) Jugendherberge im benachbarten Alpen angewendet.

Seiner Vorliebe für ausdrucksstarken Klinker ist der Architekt bis in sein Spätwerk treu geblieben: Der in den 1950er Jahren entstandene sogenannte Kräuterturm des Magenbitterproduzenten Underberg in Rheinberg ist ganz der Formensprache der Nachkriegsmoderne verhaftet und besticht durch ein geometrisches Relief aus unterschiedlich gebranntem Backstein. Der 56 Meter hohe Turm ist eine Landmarke in der Umgebung von Rheinberg, und auch von der Pumpstation aus bestens zu sehen.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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