Innenaufnahme der Kongressgarage Aachen

Kongressgarage Aachen

Kongressstraße 23, 52070 Aachen

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

1924-1925

Moderne

Theodor Veil
Architekt
Otto Nauhardt
Architekt
Karl Walter Mautner
Ingenieur (zugeschrieben)

Hubert Einmal

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Kongressgarage Aachen

Die Kraftfahrzeughalle der Kohlenhandlung Einmal war als ein Baustein zur „Congress-Groß-Garage“ geplant, die beheizbare Einzel- und Doppelboxen für 125 Automobile und 100 Motorräder haben sowie Wagenpflege und Kraftstoffversorgung im Tag- und Nachtbetrieb anbieten sollte.

Was von dem nur teilweise realisierten Komplex bis heute übrig blieb, ist ein versteckt gelegener und durch neuere Bauten größtenteils verdeckter Kuppelbau. Die ehemals roten Ziegel der Fassade, die durch graue Betonstreifen gegliedert war, sind inzwischen weiß verputzt. Weder die seitlichen Türme noch die Laterne auf der Kuppel haben sich erhalten. Und dennoch bleibt angesichts des grandiosen Innenraums auch im 21. Jahrhundert noch die Begeisterung verständlich, mit der die Halle seinerzeit beschrieben wurde. Vergleiche mit Bruno Tauts Glaspavillon auf der Kölner Werkbundausstellung (1914) und der von Max Berg entworfenen Breslauer Jahrhunderthalle (1913) liegen nahe. Die Kraftfahrzeughalle ist mit einer Spannweite von 24 Metern und einer Höhe von 7,90 Metern zwar deutlich kleiner als die Jahrhunderthalle, aber beide sind ohne eine virtuose Beherrschung des Materials Eisenbeton und der damit verbundenen Konstruktionsmöglichkeiten nicht denkbar.

Das Aachener Bauwerk wurde 1924 durch die Düsseldorfer Niederlassung der Bauunternehmung Wayss & Freytag errichtet. Deren technischer Leiter, Karl Walter Mautner, war ein ausgewiesener Spezialist und Pionier im Eisenbetonbau, insbesondere für Rippenkonstruktionen. Auch für die Kongressgarage wurde eine solche Rippenkonstruktion gewählt. Neun 1 Meter hohe Stahlbetonbinder treffen in 7 Metern Höhe auf den Druckring, der die Konstruktion wie ein Schlussstein zusammenhält. Um Baukosten zu sparen und den schwierigen Transport zu umgehen, waren die 11 Meter langen und 10 Tonnen schweren Hauptrippen auf der Baustelle an einem separaten Arbeitsplatz vorgefertigt worden, über eine Rollbahn an Ort und Stelle gebracht und dann mit einem Kran in die Widerlager gehoben worden. Danach wurde die um 3,80 Meter höher liegende Kuppel aufgeständert, in der Glasbausteine mit schmalen Rippen zu einem vielstrahligen Stern angeordnet sind. Darüber thronte die heute verlorene hohe Laterne; sie diente der Belichtung und Belüftung. Die durch die Staffelung erzielte Aufwärtsbewegung und Öffnung des Zentralbaus zum Licht weckt Assoziationen an Werke barocker Kirchenbaukunst borrominischer Prägung.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 11.07.2019

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