Fassade des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung

Innenansicht Eingangsbereich mit Wandreliefs

Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung

Max-Planck-Straße 1, 40237 Düsseldorf

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denkmalgeschütztes Objekt

1928–1931, 1934‒1935

Moderne

Architekt Heinrich Blecken
(Architekt)
Architekt Paul Bonatz
(Architekt)

Verein deutscher Eisenhüttenleute
(als Träger des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung)

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Kaiser-Wilhelm-Institut für Eisenforschung

Die Qualität des erzeugten Stahls zu optimieren, war Aufgabe des 1917 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung. Dazu wurden Rohstoffe, insbesondere Erze, untersucht, ebenso die metallurgischen Erzeugungsverfahren, die mechanisch-technologische Weiterverarbeitung und schließlich auch die chemischen, mechanischen, physikalischen und metallografischen Eigenschaften der Produkte. Es lag auf der Hand, dass die aus den Forschungen gewonnenen Erkenntnisse große Bedeutung für die Aufrüstung des Deutsches Reiches haben würden, und so war die feierliche Einweihung des neuen Gebäudes am 29. November 1935 ein Akt, an dem hochrangige Vertreter des NS-Regimes und der Rüstungsindustrie teilnahmen. Alle Angehörigen der Institutsleitung waren NSDAP-Mitglieder, das Institut seit 1933 in den Forschungsverbund des Reichsluftfahrtministeriums integriert.

Die Pläne für den Neubau hatte Heinrich Blecken zwischen 1928 und 1931 bis zur Baureife ausgearbeitet. Nachdem das Vorhaben aufgrund der Weltwirtschaftskrise zunächst zurückgestellt worden war, beschloss der Verein Deutscher Eisenhüttenleute als Bauherr 1933 den Neubau. Nun konnte auf finanzielle und personelle Mittel aus den nationalsozialistischen Arbeitsbeschaffungsprogrammen zurückgegriffen werden. Der Fassadenentwurf wurde von Paul Bonatz überarbeitet. Entstanden ist ein schlichter, langgestreckter Kubus mit horizontalen Fensterbändern im Stil des Neuen Bauens. Zur Straße ist das Gebäude, das Verwaltung und Labore aufnahm, mit dunkel gebrannten Klinkern versehen, auf der Rückseite ist es verputzt. Im rechten Winkel wurde eine siebenschiffige Halle angeordnet. Sie war für Labore und Werkstätten vorgesehen, deren Versuche Erschütterungen hervorriefen oder die mit Rauch-, Staub- und Lärmentwicklung verbunden waren.

Das Eisenforschungsinstitut repräsentierte seine Forschung im Dienste des NS-Staates mit modernster Funktionalität, der man ansehen durfte, dass sie architektonisch in der Nachfolge des Bauhauses stand.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 04.07.2019

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