Straßenansicht Haus Weber (Nr. 118)

seitlicher Blick auf das Haus Hentschel (Nr. 116)

Häuser Hentschel und Weber

Plittersdorfer Straße 116–118, 53173 Bonn

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denkmalgeschütztes Objekt

1929–1930

Moderne

Gustav Hentschel
(Architekt)

Gustav Hentschel
(116)
Maria Weber
(118)

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Häuser Hentschel und Weber

Der aus Brandenburg stammende Gustav Hentschel blickte auf eine langjährige Tätigkeit als Bautechniker und Architekt von Industriebauten und Arbeitersiedlungen zurück, als er sich 1929 in Godesberg niederließ, um Villen für eine begüterte Klientel zu bauen. Auf den Grundstücken Plittersdorfer Straße 116 und 118 plante er Seite an Seite zwei weiß verputzte und flach gedeckte Häuser, die zeitgleich zwischen 1929 und 1930 errichtet wurden. Das Haus Nr. 116 ist als Zweifamilienhaus angelegt. Der Architekt bewohnte selbst das Erdgeschoss, während ein Fräulein Erna Hentschel (wohl seine Tochter) das Obergeschoss bezog. In dem als Einfamilienhaus geplanten Nachbarhaus lebten bis 1939 der Studienrat Professor Dr. William Weber und seine Ehefrau Maria (geb. Wolter), die in den Akten als Bauherrin genannt wird.

Das Architektenwohnhaus besteht aus drei Kuben, die dem Geländeverlauf folgen und so miteinander verschachtelt sind, dass sich im ersten und zweiten Geschoss jeweils eine Dachterrasse ergibt, während sich das Erdgeschoss zum Garten öffnet. Die entsprechend ihren Funktionen unterschiedlich großen Fenster durchbrechen mit ihren teils hoch-, teils querrechteckigen Formaten die Flächen der Fassaden und ordnen sich zu rhythmisch austarierten Bildern. Während die Fassade zur Plittersdorfer Straße mit dem zurückliegenden, seitlichen Eingangsbereich und der strengen Fensteranordnung vor dem mittig gelegenen Treppenhaus eher verschlossen wirkt, wird die Ansicht zur Körnerstraße durch Vor- und Rücksprünge in der Bauflucht und die vorkragenden Dächer und Terrassen aufgelockert. Das gleiche Formenvokabular wird im Einfamilienhaus Nr. 118 variiert. Hentschel setzt hier aber das Treppenhaus mit seinem hohen vertikalen Fensterband auf die untergeordnete Nordostseite des Gebäudes. Die Straßenfront erhält dafür durch seinen von Backsteinen eingefassten Eingang eine herrschaftlichere, repräsentativere Anmutung. Auch hier stufen Terrassen – wenngleich nicht nur zum Garten, sondern auch zur Straße – die flach gedeckten Kuben in der Höhe ab.

Als Erna Hentschel 1936 das Dachgeschoss der Nr. 116 verändern ließ, um den baupolizeilichen Vorschriften für den Betrieb ihrer Damenschneiderei mit zeitweilig einem Dutzend Mitarbeiterinnen nachzukommen, genoss Gustav Hentschel offenbar schon seinen Ruhestand. Den Bauantrag unterschrieb als Architekt Ernst Heister. Auch das Haus Nr. 118 wurde umgebaut. Der neue Eigentümer, Major Alex Döhmer, ließ es nach 1939 in ein Dreifamilienhaus umwandeln.

Autor: Birgit Gropp
Zuletzt geändert am 11.07.2019

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Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Ein-/Zweifamilienhäuser

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